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Arbeitsgelegenheiten

Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) sind öffentlich finanzierte und zeitlich befristete Zusatzjobs für arbeitslose Leistungsbezieher nach dem SGB II.

Primäres Ziel der Arbeitsgelegenheiten ist die Erhaltung bzw. (Wieder-) Herstellung sowie die Aufrechterhaltung der Beschäftigungsfähigkeit und die Erzielung von Integrationsfortschritten für eine Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt von arbeitsmarktfernen Bürgern.
Die geschaffenen Arbeitsgelegenheiten müssen immer zusätzlich sein und im öffentlichen Interesse liegen, d.h. dass diese Tätigkeiten ohne die Förderung nicht oder nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt ausgeführt werden können. Zudem müssen die Arbeitsgelegenheiten wettbewerbsneutral sein. Die Voraussetzungen und Förderkonditionen zur Durchführung von Arbeitsgelegenheiten sind im Initiates file downloadMerkblatt [Download, *.pdf] ausführlich erläutert.
Die Zuweisung von Teilnehmern zu den Maßnahmen erfolgt durch die Arbeitsvermittler/Fallmanager. Diese entscheiden unter Berücksichtigung der aktuellen Situation des Einzelnen, ob eine befristete Beschäftigung in einer Arbeitsgelegenheit geeignet ist, die Eingliederungschancen für den ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen. Es dürfen nur leistungsberechtigte Bürger des Jobcenters Erzgebirgskreis beschäftigt werden. Eine Zuweisung darf maximal 24 Monate innerhalb eines Zeitraumes von 5 Jahren erfolgen.
Arbeitsgelegenheiten sind nicht dazu geeignet, Bürger durch den Einsatz öffentlicher Mittel dauerhaft bzw. langfristig dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu entziehen.

2017: Aufgrund der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt ist die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Erzgebirgskreis relativ stark gesunken.
Die gute Arbeitsmarktlage, speziell auf die Vermittlungshemmnisse langzeitarbeitsloser Bürger gestrickte Maßnahmen und Projekte und die konstruktive Zusammenarbeit aller Netzwerkpartner haben bewirkt, dass auch Bürger ohne Fachkräftepotential wieder eine Chance haben eine versicherungspflichtige Tätigkeit aufzunehmen.
Dieser Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt hat auch Auswirkungen auf die zugewiesenen Haushaltsmittel.
Demnach verbleibt für den Bereich der Arbeitsgelegenheiten in 2017 nur ein um fast 50 % gekürztes Mittelbudget. Dies unterteilt sich in drei Kategorien. Ein großer Teil des Budgets wird, wie in den Jahren zuvor für die Einrichtung von Gruppenmaßnahmen verwendet. Hier erhalten die Teilnehmer neben einer fachkundigen Anleitung ihrer zu absolvierenden Tätigkeiten auch sozialpädagogische Betreuung. Träger dieser Maßnahmen können sowohl von Kommunen als auch von Vereinen angesprochen werden, ob die Kapazität des Trägers es zulässt auch Aufgaben für Kommunen oder Vereine zu erfüllen.
Das zweite Budget wird den sozialen Maßnahmen zugerechnet. Diese können in gleicher Größenordnung wie 2016 durchgeführt werden, jedoch in diesem Jahr nur mit 30 € als maximale Maßnahmekostenpauschale. Im Bereich der sozialen Maßnahmen wird darauf hingewiesen, dass es zukünftig immer stärker zu Besetzungsproblemen kam. Demnach sollte sich jeder Träger im Vorhinein überlegen, ob eine Antragstellung lohnt, wenn er den Hinweis erhält, dass keine oder kaum geeignete Teilnehmer vorhanden sind.
Das dritte Budget erhalten, wie gewohnt die Kommunen. Hier wird es, aufgrund des geringen Umfangs aber nicht mehr möglich alle bisherigen Maßnahmen gerade auch bei den ortsansässigen Vereinen durchzuführen. Über Arbeitsgelegenheiten war es in den vergangenen Jahren möglich, gemeinnützige Tätigkeiten in erheblichem Umfang zu unterstützen. Das geringe Budget in 2017 lässt dies jedoch nun nicht mehr in diesem Umfang zu.
Fragen zum Thema Arbeitsgelegenheiten  können, in bewährter Weise, jederzeit an die vor Ort ansässigen Mitarbeiter des Jobcenters Erzgebirgskreis gerichtet werden.

 

 

Formulare zu den Arbeitsgelegenheiten finden Sie auf der Seite Opens internal link in current windowFormularservice