Willkommen im Erzgebirgskreis

Der Erzgebirgskreis

Kurzprofil und geographische Lage

Kreissitz Annaberg-Buchholz
Städte 27
Gemeinden 33
Einwohner 347.665 (Stand 31.12.2015)
Bevölkerungsdichte 190 (Einwohner pro km²)
Kreisfläche insgesamt 1.828 km²
Fläche 10%, bezogen auf Sachsen
Höchster Punkt Fichtelberg, 1.215m über NN
Längste Nord-Süd-Ausdehnung ca. 46 km
Längste Ost-West-Ausdehnung ca. 74 km
KFZ-Kennzeichen ERZ

Quelle: Opens external link in new windowStatistisches Landesamt Sachen

Landkreis Erzgebirgskreis (Download Karte im PDF-Format)

Verwaltungsgeschichte

1835 Bildung der Kreisdirektion Zwickau infolge der administrativen Neugliederung des Königreiches Sachsen; Sie war für das Erzgebirge bestimmend, denn sie gliederte sich in die Amtshauptmannschaften Chemnitz, Zwickau, Forchheim (ab 1871 Annaberg) und das Schönburger Land um Hartenstein.

 

1874 Nach der Verwaltungsreform kommen Marienberg, Schwarzenberg und Stollberg (1910) hinzu

 

1939 Umbenennung der Amtshauptmannschaften in Landkreise

 

1952 Infolge der Gebietsreform der DDR Aufteilung des Landkreises Annaberg in die Kreise Annaberg und Zschopau; auch Landkreis Marienberg erhält neuen Zuschnitt; Kreis Stollberg wird wieder eingeführt (wurde 1950 aufgelöst); Landkreis Schwarzenberg wird in Kreise Aue und Schwarzenberg geteilt

 

1994 erste Gebietsreform

Bildung des Westerzgebirgskreises, der 1995 in den Landkreis Aue-Schwarzenberg umbenannt wird;

Zwönitz und einige Gemeinden aus dem Kreis Chemnitzer Land werden dem Kreis Stollberg zugeordnet;

die Kreise Marienberg und Zschopau schließen sich zum Mittleren Erzgebirgskreis zusammen;

Kreis Annaberg erhält durch Wiedereingliederung der Gemeinden Ehrenfriedersdorf, Gelenau, Herold, Jahnsbach und Thum seine historische Gestalt zurück

 

2008 zweite Gebietsreform

aus den vier Altlandkreisen Annaberg, Aue, Mittlerer Erzgebirgskreis und Stollberg wird der Erzgebirgskreis. Er ist einer von zehn Landkreisen im Freistaat Sachsen und mit ca. 350.000 Einwohnern der einwohnerreichste Landkreis Ostdeutschlands.

Kreis- und Hauptsitz der Verwaltung ist Annaberg-Buchholz.

Das Erzgebirge – eine montane Kulturlandschaft

Die ersten Silberfunde im Jahre 1168 beim heutigen Freiberg hatten einen tiefgreifenden und nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung des gesamten Erzgebirges. Von da an strömten tausende Bergleute, Handwerker, Kaufleute und Abenteurer auf der Suche nach Arbeit, Glück und Reichtum in die neue Bergbauregion.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte erfasste der Bergbau das gesamte Gebirge und führte zur Gründung zahlreicher Opens external link in new windowBergstädte und Bergsiedlungen sowohl auf sächsischer, wie auch auf böhmischer Seite des Erzgebirges. Aufgrund der Verteilung der Lagerstätten bildeten sich dabei klar räumlich voneinander abgrenzbare Bergbaugebiete aus.

Abgebaut, verhüttet und vielfach auch weiter verarbeitet wurden neben Silber und Zinn auch andere Erze wie Arsen, Blei, Eisen, Kobalt, Nickel, Uran und Zink sowie nichtmetallische Rohstoffe wie Kalk, Kaolin, Ton und Steinkohle. Im Verlauf der Jahrhunderte erlebte der Bergbau im Erzgebirge wiederholt Auf- und Niedergänge. Mit der Schließung der Uranbergwerke sowie der letzten Zinnbergwerke um 1990/91 wurde der Bergbau im Erzgebirge weitgehend eingestellt.

Weltweit steigende Rohstoffpreise führten in jüngster Zeit allerdings zu neuen Erkundungen von Lagerstätten und zur Eröffnung eines ersten neuen Bergwerks für Fluss- und Schwerspat bei Oberwiesenthal. Bereits seit dem 18. Jahrhundert und verstärkt seit dem Beginn der Industrialisierung entwickelten sich im Erzgebirge gerade auch aus dem Bergbau heraus neue Gewerbe und Industrien, die bis heute die Wirtschaftsstruktur der Region als einer der am dichtesten besiedelten europäischen Mittelgebirge prägen.

Das Montanwesen war über Jahrhunderte der wichtigste Motor für die Entwicklung des Erzgebirges beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze. Über 800 Jahre Bergbau haben dabei Land und Leute sowie die Kultur der Region nachhaltig geprägt und eine auch im internationalen Vergleich bedeutende montane Kulturlandschaft hervorgebracht.

Noch heute ist in der Region der Einfluss des Montanwesens in vielen Bereichen des täglichen Lebens spürbar und erlebbar. Nicht nur eine Vielzahl erhaltener Sachzeugen künden vom prägenden Einfluss des Montanwesens in der Region, sondern auch eine im Montanwesen wurzelnde lebendige Pflege von Opens external link in new windowKunsthandwerk, Brauchtum und Tradition.

Quelle: Opens external link in new windowhttp://www.montanregion-erzgebirge.de/welterbe-entdecken/hintergruende/geschichte-und-region.html