Bundespräsident zu Gast im Erzgebirgskreis

27. Juli 2026
Neuigkeiten

Mit seinem Besuch im Erzgebirge würdigte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das ehrenamtliche Engagement im Vorfeld des 123. Deutschen Wandertages und der EURORANDO 2026.

Als Schirmherr des Deutschen Wanderverbandes (DWV) hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 24. Juli 2026 bei einer Wanderung im Erzgebirge das ehrenamtliche Engagement in den Wandervereinen als wichtigen Beitrag für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt gewürdigt. Die Tour fand bewusst in der Region statt, die im September Gastgeber des 123. Deutschen Wandertages und der EURORANDO 2026 sein wird.

 

Rund sieben Kilometer vom Auersberg hinab zur Talsperre Sosa führte heute der gemeinsame Weg, bevor Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Wanderverbandes, Dr. Michael Ermrich sowie der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, sowie weiteren Vertretern aus Verband und Politik die Erlebnisköhlerei in Eibenstock-Sosa besuchte. Nicht weit von der Köhlerei schraubte der Bundespräsident als Schirmherr des Deutschen Wanderverbandes eine neue Wegemarkierung für den europäischen Fernwanderweg E3 an einen Wegweiser und würdigte damit stellvertretend das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die Deutschlands Wanderwegenetz pflegen und Wandervereine mit Leben erfüllen. Die gemeinsame Wanderung unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung eines Engagements, das weit über die Freizeitgestaltung hinausreicht. Wandervereine schaffen Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft, stärken das Miteinander vor Ort und leisten einen Beitrag zum Erhalt von Natur und Kulturlandschaften. Zugleich sind sie Orte gelebter Demokratie. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Verantwortung wird geteilt und Gemeinsinn praktisch gelebt.

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat diese Bedeutung des Ehrenamts in den vergangenen Jahren immer wieder hervorgehoben. Auch in Eibenstock unterstrich Steinmeier die Rolle freiwilligen Engagements für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieses Engagements mache die Stärke Deutschlands aus, es sei das stabile Rückgrat unserer Demokratie. Der Besuch des Bundespräsidenten fügte sich zugleich in eine Haltung ein, die der Deutsche Wanderverband 2024 mit seinem Positionspapier „Klare Haltung für Vielfalt, Demokratie und gegen Extremismus“ bekräftigt hat. Der Bundespräsident wirbt seit vielen Jahren dafür, Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv zu verteidigen. Ziel sei es, dauerhaft frei und in Respekt voreinander zusammenzuleben. Diese Grundüberzeugung verbindet sich mit dem Selbstverständnis des Deutschen Wanderverbandes, der Wandervereine als Orte der Begegnung, der Mitwirkung und des demokratischen Miteinanders versteht.

 

DWV-Präsident Dr. Michael Ermrich sagte: „Wandern verbindet Menschen, stärkt die Gesundheit und schafft Verständnis für den Wert unserer Natur. Wer Landschaft bewusst erlebt, entwickelt auch Verantwortung für ihren Schutz. Gleichzeitig profitiert gerade der ländliche Raum wirtschaftlich vom Wandertourismus. Dass der Bundespräsident dieses Engagement würdigt, ist eine große Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen in unseren Mitgliedsorganisationen, die dieses Angebot Tag für Tag ermöglichen.“

 

Die Wanderung war zugleich der inoffizielle Auftakt für den 123. Deutschen Wandertag, den Kurort Oberwiesenthal vom 24. bis 27. September gemeinsam mit zahlreichen Partnern im Erzgebirge ausrichtet. Dass die Wanderung des Bundespräsidenten in diesem Jahr bewusst in der Gastgeberregion des Deutschen Wandertages stattfand, unterstreicht die bundesweite Bedeutung des größten Wanderfestes Deutschlands.

 

Jens Benedict, Bürgermeister des Kurorts Oberwiesenthal, sieht in der Bundespräsidentenwanderung und dem bevorstehenden Deutschen Wandertag ein gemeinsames Signal für das Erzgebirge. „Die Veranstaltung macht unsere Stadt und das Erzgebirge weit über Deutschland hinaus sichtbar und lädt Gäste ein, Natur und Kultur unserer Region kennenzulernen. Gleichzeitig zeigt sie, wie eng Ehrenamt, Wandern und Tourismus zusammengehören. Der Deutsche Wandertag bringt die ehrenamtliche Wanderbewegung aus ganz Deutschland zum Austausch zusammen und schafft zugleich wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region.“

 

Ehrenamtliches Engagement der Rad- und Wanderwegewarte im Erzgebirgskreis

Damit das Erzgebirge als Wander- und Radregion erlebbar bleibt, engagieren sich im Erzgebirgskreis rund 150 ehrenamtliche Wegewarte. Sie betreuen das etwa 4.500 Kilometer umfassende beschilderte Wanderwegenetz und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für die touristische Infrastruktur der Region. Darüber hinaus gehören zum touristischen Wegenetz rund 1.700 Kilometer ausgeschilderte Rad- und Mountainbikerouten sowie etwa 1.000 Kilometer Reitwege. Die Koordinierung der ehrenamtlichen Wegewarte erfolgt durch die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH.

Zu den Aufgaben der Wegewarte gehören die regelmäßige Kontrolle der Wege, das Erneuern und Ergänzen von Wegemarkierungen, die Überprüfung der Beschilderung sowie die Dokumentation von Schäden oder notwendigen Instandsetzungen. Sie arbeiten dabei eng mit Kommunen, Tourismusorganisationen, Vereinen und weiteren Partnern zusammen und sorgen dafür, dass Gäste und Einheimische das Erzgebirge sicher und zuverlässig entdecken können. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre die hohe Qualität des touristischen Wegenetzes im Erzgebirgskreis nicht denkbar.

Hintergrund

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 im Kurort Oberwiesenthal und in zahlreichen Gastgeberorten des Erzgebirges statt. Unter dem Motto „Bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ werden mehr als 20.000 Gäste aus Deutschland und Europa erwartet. Erstmals wird der Deutsche Wandertag gemeinsam mit der EURORANDO 2026 veranstaltet.

Die EURORANDO ist das größte europäische Wanderfestival und wird alle fünf Jahre unter der Schirmherrschaft der Europäischen Wandervereinigung (European Hiking Federation) ausgerichtet. Die sechste Auflage findet vom 20. bis 27. September 2026 grenzüberschreitend im Erzgebirge auf deutscher und tschechischer Seite statt. Ziel der Veranstaltung ist es, Menschen aus ganz Europa durch das Wandern miteinander zu verbinden und das gemeinsame Natur- und Kulturerbe erlebbar zu machen.

 

Weitere Informationen:

 

Quelle: PM Dt. Wanderverband v. 24.07.2026 I Fachstelle Ehrenamt I 27.07.2026 EG

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