Gemeinsam den Weg fortsetzen: große Akzeptanz für Projekt II des Naturschutzgroßprojektes „Lebensräume verbinden“ im Erzgebirgskreis

10. September 2026
Neuigkeiten

Projektpartner, Fördermittelgeber, Politik, Landwirtschaft und weitere Akteure ziehen an einem Strang.

Mit der 6. Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) am 6. Mai 2026 hat das Naturschutzgroßprojekt „Lebensräume verbinden“ im Erzgebirgskreis einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Veranstaltung fand auf dem Hof der Familie Hänel in Rübenau statt, welche dort eine Eventscheune betreibt und zugleich als landwirtschaftlicher Betrieb Flächen im zukünftigen Projektgebiet des Naturschutzgroßprojektes bewirtschaftet.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Vorstellung der geplanten Maßnahmen im Rahmen des „Pflege- und Entwicklungsplanes (PEPL)“, wie zum Beispiel die Renaturierung des Gebietes „Moor an der Burg“ in Crottendorf, die Wiedereinrichtung eines Teiches in Kühnhaide, Unterstützung des Schutzes von Wiesenbrütern in Sehmatal oder die naturschutzgerechte Pflege von artenreichen Bergwiesen in beiden Projektgebieten. Diese waren seit der 5. Projektbegleitenden Arbeitsgruppe in einem intensiven Abstimmungsprozess gemeinsam mit Fachbehörden, Projektpartnern, Landwirten und weiteren Akteuren weiterentwickelt worden. Die präsentierten Ergebnisse wurden von den Projektpartnern und den weiteren beteiligten Akteuren ausdrücklich begrüßt. Durch ihr Einverständnis mit den erarbeiteten Inhalten bekräftigten sie den bisherigen gemeinsamen Kurs. Ein weiteres klares Bekenntnis zur Fortsetzung des Naturschutzgroßprojektes kam von den Bürgermeistern der Projektpartnerkommunen Crottendorf, Sehmatal und Marienberg. Sie beschrieben in ihren Statements ihre Vision für das Naturschutzgroßprojekt und bekräftigten ihre Unterstützung für das Vorhaben und ihre Bereitschaft, gemeinsam mit dem Erzgebirgskreis die zweite Projektphase umzusetzen. Bereits im Vorfeld hatten die Gemeinde- und Stadträte der beteiligten Kommunen einstimmige Beschlüsse zur Fortführung des Projektes gefasst.

Auch die Zuwendungsgeber – das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sowie das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) – würdigten die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten. Sie hoben hervor, dass durch die intensive Abstimmung eine tragfähige Basis für die erfolgreiche Umsetzung der zweiten Projektphase geschaffen wurde, und bekräftigten ihre Bereitschaft, das Vorhaben auch weiterhin aktiv zu unterstützen.

Für die Einreichung des Förderantrags zur zweiten Projektphase ist neben den Zustimmungen der Partnerkommunen auch ein Beschluss des Kreistages des Erzgebirgskreises erforderlich. Um diese Entscheidung vorzubereiten, wurden die Mitglieder des Technischen Ausschusses, die Fraktionsvorsitzenden und alle interessierten Mitglieder des Kreistages durch den Landrat zu einer Busexkursion in das Projektgebiet eingeladen. Am 05.05.2026 erhielten die Teilnehmenden an mehreren Stationen in den beiden Teilgebieten – unter anderem auf dem Hänelhof – Einblicke in die Planungen für die zweite Projektphase und informierten sich über konkrete Maßnahmen, die künftig gemeinsam mit den Flächeneigentümern und Flächenbewirtschaftern umgesetzt werden sollen. Gleichzeitig bot die Exkursion Gelegenheit, zum direkten Austausch mit den Partnerbürgermeistern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaft.

So machten unter anderem die Hofkäserei Fritzsch, der Landwirtschaftsbetrieb Walther aus Crottendorf, die Agrargenossenschaft Marienberg, die Agrargenossenschaft Ansprung sowie der Vorsitzende des Regionalen Bauernverbandes deutlich, dass sie mit dem Naturschutzgroßprojekt sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Entwicklungschancen für die Region verbinden. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Kommunen und Projektteam wurde dabei von allen Beteiligten als wesentliche Voraussetzung für den langfristigen Projekterfolg hervorgehoben.

Die Exkursion und der intensive Austausch im Projektgebiet ermöglichten den politischen Entscheidungsträgern einen unmittelbaren Einblick in das Vorhaben und seine Zielsetzungen. Am 17. Juni 2026 sprach sich der Kreistag daraufhin mit Mehrheit für die Fortsetzung des Naturschutzgroßprojektes aus. Damit wurde eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, den Förderantrag für die zweite Projektphase vorzubereiten und die erfolgreiche Zusammenarbeit im Naturschutzgroßprojekt „Lebensräume verbinden“ im Erzgebirgskreis weiterzuführen.
 

Weitere Bilder

Busexkursion mit dem Landrat und den Mitgliedern des Technischen Ausschusses am 05.05.2026, Stopp am Hirtstein

Collage Redebeiträge von OB Heinrich, BM Martin, BM Nestler sowie Frau Senft vom SMUL und Frau Hagius vom BfN

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