Neue Spezialtechnik für den Waldbrandeinsatz im Erzgebirgskreis

25. Februar 2026
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Landrat übergibt mehrere Löschfahrzeuge an Freiwillige Feuerwehren der Region.

Hier gehts zum Filmclip zur Fahrzeugübergabe.

Mit der offiziellen Übergabe am 25. Februar 2026 im Katastrophenschutzzentrum in Annaberg-Buchholz stellt der Erzgebirgskreis eine neue, leistungsfähige Komponente für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung in Dienst. Landrat Rico Anton übergab die Fahrzeuge im Beisein weiterer Vertreter des Landratsamtes sowie zahlreicher Einsatzkräfte an die beteiligten Freiwilligen Feuerwehren und markierte damit zugleich den Start des neu aufgestellten Löschzuges Waldbrand (LZ Wb) als Bestandteil des Katastrophenschutzes im Erzgebirgskreis.

Bereits in der Vorwoche waren die Fahrzeuge an die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Sachsen in Nardt überführt worden. Vor der Verlegung in den Landkreis erhielten die Einsatzkräfte dort eine erste Einweisung in Technik und Ausstattung. Künftig werden ein Großtanklöschfahrzeug (GTLF – Waldbrand) bei der Freiwilligen Feuerwehr Geyer sowie vier Tanklöschfahrzeuge vom Typ TLF 3000 (TLF Wald) bei den Freiwilligen Feuerwehren in Stützengrün, Seiffen, Raschau und Lößnitz stationiert. Ergänzt wird die Einheit durch einen bereits 2025 ausgelieferten Kommandowagen vom Typ Ford Ranger, der im Zuge der Indienststellung des Löschzuges Waldbrand an die Freiwillige Feuerwehr Mildenau übergeben wurde.

Nach der feierlichen Übergabe beginnt an den Standorten die vertiefte Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden an Fahrzeugen und Spezialtechnik. Entsprechend dem Ausbildungsfortschritt wird die jeweilige Einsatzbereitschaft gemeldet.

Schlagkräftige Technik für anspruchsvolle Einsätze

Die neuen Fahrzeuge sind konsequent auf Vegetations- und Waldbrände ausgelegt. Die TLF 3000 führen 4.500 Liter Wasser und 100 Liter Schaummittel mit, verfügen über Allradantrieb, Automatikgetriebe sowie eine Selbstschutzanlage zum Schutz von Besatzung und Fahrerhaus. Das dreiachsige Großtanklöschfahrzeug bringt sogar 11.000 Liter Wasser und 250 Liter Schaummittel an die Einsatzstelle und überzeugt mit einer besonders hohen Pumpenleistung.

Damit steht dem Erzgebirgskreis eine moderne, geländegängige und überörtlich einsetzbare Einheit zur Verfügung. Die sogenannte 6. Waldbrandbereitschaft des Freistaates Sachsen kann bei Bedarf im gesamten Freistaat, bundesweit oder auch im benachbarten Ausland eingesetzt werden. Außerhalb von Katastrophenlagen können die Fahrzeuge zudem die örtliche Gefahrenabwehr unterstützen – sie stellen jedoch stets eine zusätzliche Komponente dar.

Gemeinsame Kraftanstrengung für mehr Sicherheit

Die Beschaffung der Waldbrandlöschfahrzeuge erfolgte vollständig durch den Freistaat Sachsen auf Grundlage des Strategischen Konzepts zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung, das insbesondere vor dem Hintergrund der verheerenden Waldbrände in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz im Jahr 2022 erarbeitet wurde. Der Landkreis war in die Standortauswahl eingebunden. Diese erfolgte anhand klar definierter Kriterien wie personeller Leistungsfähigkeit, Tageseinsatzbereitschaft, infrastrukturellen Voraussetzungen und der Bereitschaft zu überregionalen Einsätzen.

Landrat Rico Anton betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der neuen Technik:

„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Wald- und Vegetationsbrände auch in unserer Region zunehmen können. Mit diesen hochmodernen Fahrzeugen sind wir für solche Lagen deutlich besser gerüstet und können auch bei überregionalen Einsätzen noch wirksamer unterstützen. Mein Dank gilt dem Freistaat Sachsen für die vollständige Finanzierung. Gemeinsam stellen wir den Katastrophenschutz im Erzgebirgskreis zukunftsfest und leistungsfähig auf.“

Mit der Indienststellung des Löschzuges Waldbrand wird der Katastrophenschutz im Erzgebirgskreis gezielt weiterentwickelt und an die wachsenden Herausforderungen durch klimatische Veränderungen angepasst – ein starkes Signal für die Sicherheit der Bevölkerung.

 

PM/SP

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