Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in Annaberg-Buchholz
Am 27. Januar 2026 fand in Annaberg-Buchholz die jährliche Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus und des Holocaust statt. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt- und Landkreisverwaltung, Kirchen, von Bildungseinrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger kamen am Mahnmal der Opfer des Faschismus im Stadtpark Alter Friedhof zusammen, um der Millionen Menschen zu gedenken, die durch das nationalsozialistische Regime entrechtet, verfolgt und ermordet wurden.
Die Veranstaltung in Annaberg-Buchholz ist Teil der bundesweiten Erinnerungswoche, die an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 erinnert. Damit wird ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und Geschichtsvergessenheit gesetzt.
Nach einer Gedenkminute wurden am Mahnmal für die Opfer des Faschismus Kränze und Blumen niedergelegt.
Zur anschließenden Veranstaltung in der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge erinnerte Landrat Rico Anton in seiner Gedenkrede daran, dass Erinnerung und Aufklärung zentrale Voraussetzungen für Demokratie und Menschlichkeit bleiben.
„Uns allen als Teil der Gesellschaft obliegt daher die Verantwortung – vor allem angesichts erstarkter extremistischer Kräfte in unserem Land – sich weiterhin für unsere demokratischen Grundwerte, für Toleranz und Weltoffenheit einzusetzen. Darum rufe ich Sie und uns alle zur besonderen Achtsamkeit auf. Schauen Sie nicht weg, distanzieren Sie sich klar von Polemik, Hass, Gewalt, Ausgrenzung und Rassismus. Oftmals beginnt es im Kleinen. Wohin das führen kann, hat die Geschichte gezeigt. Das darf uns nicht gleichgültig sein. Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam für ein friedvolles Miteinander heute und in Zukunft eintreten“, so Landrat Anton.
Schülerinnen und Schüler mehrerer Bildungseinrichtungen der Stadt gestalteten das Gedenken musikalisch und trugen Texte vor.


