Wichtiger Meilenstein im Naturschutzgroßprojekt erreicht

09. Dezember 2025
Neuigkeiten

Grundlage für die Umsetzung in Projekt II, in dem innerhalb von bis zu zehn Jahren die Maßnahmen verwirklicht werden können.

Ein wesentlicher Meilenstein bei der Planung im Naturschutzgroßprojekt ist erreicht. Am 3. Dezember 2025 hat sich im Gasthaus „Kaiserhof“ in Neudorf die projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) zur fünften Sitzung getroffen und den Entwurf zur Maßnahmenplanung beraten. 

Im Rahmen von Projekt I – der Planungsphase – wird im Naturschutzgroßprojekt ein Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet, der konkret aufzeigt, welche Maßnahmen an welchen Orten zu einer Verbesserung oder Erhaltung wertvoller Erzgebirgsnatur beitragen und (Lebens-)Räume miteinander verbinden können. Besonderes Augenmerk liegt dabei ebenfalls auf der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit und darauf, Wertschöpfung durch neue Ansätze in der Verwertung anzustoßen. 

Dieser Plan dient als Grundlage für die Umsetzung in Projekt II, in dem innerhalb von bis zu zehn Jahren die Maßnahmen verwirklicht werden können. Die PAG, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Behörden und Verbänden zusammensetzt, hat dabei eine beratende Funktion. Aufgrund des großen Projektgebiets, das sich über Crottendorf, Sehmatal und die Ortsteile Satzung, Reitzenhain, Kühnhaide und Rübenau der Bergstadt Marienberg erstreckt, nimmt die Planung Zeit in Anspruch. Sie erfolgt in mehreren Schritten mit Datenerhebung, Auswertung und der Zusammenführung mit regionalen Bedürfnissen und Hinweisen, die aus den PAG-Beratungen hervorgehen.

Nachdem die Spannung auf die konkreten Planungen der Umsetzungsmaßnahmen in den letzten Monaten gestiegen war, wurde nun der erste Entwurf vorgestellt und gemeinsam beraten. Es geht konkret darum zu klären, welche Wiesen das Potenzial haben, wieder zu artenreichen Bergwiesen entwickelt zu werden, wo in bereits entwässerten Mooren die Wasserversorgung wieder verbessert werden kann und wie (Lebens-)Räume in weitläufigen Agrarflächen mit Anpflanzungen von Hecken oder Agroforstsystemen verbunden werden und gleichzeitig ein Erosionsschutz bei Starkregen erreicht werden kann. 

Die Teilnahme der Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Bewirtschaftenden an den Maßnahmen erfolgt auf der Basis von Freiwilligkeit und Zustimmung in Projekt II. 

Zu dem vom Planungsbüro PlanT aus Radebeul nun zusammen mit regionalen Kennerinnen und Kennern der Erzgebirgsnatur sowie dem Projektteam vorgelegten Planentwurf wurden in einem Workshop zahlreiche Hinweise aus der PAG aufgenommen. Die Abstimmung mit den Akteurinnen und Akteuren sowie den Fachgremien erfolgt in den nächsten Wochen. In der 6. und letzten PAG-Sitzung am 06.05.2026 wird die PAG ihr Votum zum Pflege- und Entwicklungsplan abgeben. Die Kommunen als Projektpartner sehen in dem Vorhaben in vielerlei Hinsicht eine große Chance für die Region und beteiligen sich daher von Anfang an mit großem Engagement am Projekt. Die Entscheidung, ob Projekt II beantragt wird, fällt dann im Sommer im Kreistag des Erzgebirgskreises. 

Hintergrund:

Das Naturschutzgroßprojekt wird über die Förderrichtlinie des Bundes, Richtlinie „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und des Freistaats Sachsen gefördert. Projektträger ist der Erzgebirgskreis mit den Partnerkommunen Große Kreisstadt Marienberg, Crottendorf und Sehmatal. Das Projektgebiet umfasst große Teile der Flächen der beteiligten Kommunen. Zum Ende von Projekt I, welches bis 30.09.2026 läuft, soll ein abgestimmter Pflege- und Entwicklungsplan vorliegen, der von allen Beteiligten mitgetragen wird. Dann können anschließend im bis zu 10 Jahren laufenden Projekt II die geplanten Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden.

Weitere Informationen: www.erzgebirgskreis.de/naturschutzgrossprojekt

AB 

 

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