Ein Naturschutzgroßprojekt für den Erzgebirgskreis?

04. März 2020
Neuigkeiten

t3://file?uid=34285Rein aus fachlicher Sicht betrachtet, gäbe es ein eindeutiges „Ja“ - mehrere Teilgebiete im Erzgebirgskreis wären geeignet und förderfähig. Ein Naturschutzgroßprojekt (NGP) lebt aber vor allem von und mit den Menschen, die es gestalten.

Aus diesem Grunde wurde - noch vor der Antragstellung - eine Umfrage mit dem Tenor „Sehen Sie in einem NGP eine Chance für die Region oder eher nicht?“ durchgeführt.

Die Frage „Würden Sie einem Naturschutzgroßprojekt im Erzgebirgskreis zustimmen?“ haben im Durchschnitt 67%  mit „Ja“ beantwortet (vgl. Grafik 1 – alle 542 Teilnehmer (TN)).

Bei einem solchen Projekt gibt es natürliche auch viele Fragen und Bedenken.
Dies sind z. B.: Was passiert mit meinen Flächen? Werde ich in meiner Bewirtschaftung eingeschränkt oder gar enteignet? Was bedeutet „kooperativer Ansatz mit Freiwilligkeitsprinzip und fairem Interessenausgleich“?

Um Antworten darauf geben zu können, gibt es in einem NGP zwei getrennte Phasen:
Phase I = Erstellung eines Pflege- und Entwicklungsplans (PEPL) mit einer Laufzeit von 2-3 Jahren Festlegung der Fördergebiete und Entwicklungsziele; Prüfung der sozio-ökonomischen Ausgangssituation sowie von Akzeptanz und Realisierbarkeit; Festlegung der Maßnahmen und der Kosten;
Diese Phase I wird durch eine Projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) sowie thematischen Arbeitskreise, in die alle wichtigen Akteure (wie z. B. Kommunen, Flächennutzer*innen und ihre jeweiligen Verbände) eingebunden werden, begleitet. Die PAG bietet den Beteiligten die Möglichkeit, den Planungsprozess aktiv mitzugestalten!

Phase II = Umsetzung des PEPL – mit einer Laufzeit von ca. 10 Jahren
Die Phase II kann erst nach erfolgter Prüfung durch den BUND, das Land und den Träger beantragt werden. Ein wichtiges Entscheidungskriterium ist die Umsetzbarkeit der Maßnahmen in Abhängigkeit der Akzeptanz vor Ort.

Der Kreistag des Erzgebirgskreises wird in seiner Sitzung am 24.06.2020 darüber abstimmen, ob es zu einer Antragstellung für Phase I kommt.

 

 

Kontakt

Pressestelle

Paulus-Jenisius-Straße 24
09456 Annaberg-Buchholz

E-Mail: presse@kreis-erz.de